10.10.2019

Galeriegespräch im KuBa

Andreas Bayer im Gespräch mit Michael Kühr
im Rahmen der Ausstellung „Fritz Berberich – Malerei und Grafik“


Donnerstag, 10. Oktober 2019, 19 Uhr

Welche Rolle spielte der Maler Fritz Berberich in der regionalen Kunstszene, wie verhält es sich mit seiner künstlerischen Entwicklung, was hat ihn stilistisch beeinflusst und welchen Stellenwert kann sein Werk noch in unserer Gegenwart einnehmen?

Über diese Fragen spricht Andreas Bayer im Galeriegespräch am Donnerstag, dem 10. Oktober, um 19 Uhr mit dem Kunsthistoriker und Kunsterzieher Michael Kühr, der den Künstlernachlass von Fritz Berberich verwahrt und der sich über viele Jahre hin intensiv mit dem Werk Berberichs beschäftigt hat.

Die Galerie im KuBa würdigt in der aktuellen Ausstellung das künstlerische Wirken des 1990 verstorbenen Malers Fritz Berberich mit einer umfänglichen Werkschau.

Von akademischen Aktstudien und frühen Porträtmalereien über die koloristischen Höhepunkte in expressionistischer Manier aus den 1930er und 1940er Jahren, bis hin zu den kubistisch-prismatischen Bildformen der Nachkriegszeit und des Spätwerks erweist sich das Œuvre von Fritz Berberich als stilistisch und thematisch äußerst vielschichtig. Aus der Verarbeitung unterschiedlicher künstlerischer Einflüsse entwickelt Berberich eine konsequent eigene Bildsprache, die gleichermaßen inhaltlich wie auch formal in ihrer hohen Qualität überzeugt.

Fritz Berberich, 1909 in Schnappbach als Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren, zählt zu der Künstlergeneration, die noch vor dem Zweiten Weltkrieg ihr Studium an der von Fritz Grewenig in Saarbrücken gegründeten Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe aufnahm.
Als die Schule für Kunst und Kunstgewerbe 1936 durch die Nationalsozialisten geschlossen wurde, wechselte Fritz Berberich an die Kunstakademie München zu dem expressionistischen Maler Karl Caspar, bei dem schon Fritz Zolnhofer studiert hatte. Nachdem Caspar 1937 als „entartet“ diffamiert wurde und den Akademiedienst verließ, kehrte Berberich nach Schnappbach zurück, betätigte sich freischaffend als Maler und machte sich in Paris mit der Kunst der Klassischen Moderne vertraut.

Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft entfaltete Fritz Berberich eine reichhaltige und engagierte künstlerische Arbeit, nahm Reisestipendien wahr und 1951 ein Stipendium an der Pariser Académie de la Grande Chaumière. Der Künstler beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen und wurde 1964 mit dem Albert Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingbert ausgezeichnet.

Bis zu seinem Tod im Jahr 1990 arbeitete Fritz Berberich konsequent an der Entwicklung seines künstlerischen Œuvres.

Im Galeriegespräch soll anhand der in der Ausstellung gezeigten Arbeiten der künstlerische Werdegang von Fritz Berberich veranschaulicht werden, zudem kann die regionalkünstlerische Entwicklung der Vor- und Nachkriegszeit thematisiert werden.

Fritz Berberich
Malerei und Grafik
Kunstsammlung des Saarlandes
Werke aus dem Künstlernachlass

Dauer der Ausstellung: noch bis 27. Oktober 2019
Öffnungszeiten: Di, Mi und Fr 10–16 Uhr, Do und So 14–18 Uhr, Mo, Sa und an Feiertagen geschlossen
An den Tagen der Bildenden Kunst:
Samstag, 28. September, 14-18 Uhr, Sonntag, 29. September, 11-18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof
Europaallee 25
66113 Saarbrücken

T +49 (0)681-959 1200/1202
F +49 (0)681-959 1203
 
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