06.09.2018

Vernissage Volkmar Gross / Malerei und Grafik

Vernissage am Donnerstag, 6. September 2018, 19 Uhr
   
Die Galerie im KuBa würdigt in einer umfänglichen Werkschau das künstlerische Wirken des 1992 verstorbenen Malers und Grafikers Volkmar Gross. Neben zentralen Arbeiten aus der Kunstsammlung des Saarlandes werden auch Arbeiten aus Privatbesitz präsentiert, die das Gesamtwerk des Malers eindrucksvoll dokumentieren: Seltene Skizzen aus der Studienzeit, beeindruckende und anrührende druckgrafische  Arbeiten in verschiedenen Techniken sowie noch nie öffentlich präsentierte Malereien aus dem Künstlernachlass. Die Auswahl der in der Galerie im KuBa gezeigten Arbeiten gibt einen Einblick in das umfangreiche Schaffen von Volkmar Gross und ermöglicht eine neue Wahrnehmung des Künstlers, dessen Werk seit vielen Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen war.

Volkmar Gross, 1927 in Saarbrücken geboren, zählt zur ersten Generation Studierender, die an der 1946 eröffneten Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken ausgebildet wurde. Mit 19 Jahren begann er sein Studium und fand in dem international renommierten Grafiker Frans Masereel er einen Lehrer, der ihn schätzte, prägte und auf vielfältige Weise nachhaltig förderte. Zwischen 1949 und 1951 nahm Gross, inzwischen Meisterschüler von Frans Masareel, Stipendien zu Studienaufenthalten in Frankreich wahr, die dem jungen Künstler intensiv die dort vorherrschenden avantgardistischen Tendenzen zeitgenössischer Kunst vermittelten. Noch im Jahr seiner Rückkehr nach Saarbrücken realisierte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Elitzer mit den in Paris entstandenen Arbeiten. Es folgten zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen, unter anderem im Saarlandmuseum mit Frans Masereel und seinen Schülern und im Museum der Stadt Homburg. Durch seine Teilnahme an den von der Internationalen Gesellschaft der Holzschneider, Xylon, initiierten Ausstellungen, exponierte Gross auch überregional in Berlin, Genf, Stockholm und Zürich.  
1979 erhielt Volkmar Gross den Albert-Weisgerber-Preis der Stadt St. Ingbert.

Mit seinem umfangreichen malerischen und grafischen Werk zählt Volkmar Gross zu den wichtigen und sehr bekannten künstlerischen Positionen des Saarlandes. Gross entwickelte eine sehr spezifische Bildsprache mit einer verspielt-archaischen figuralen Körperlichkeit, phantastisch anmutenden Architekturen und aus dem Alltäglichen gelösten Objekten und Gegenständen. In den Werken entstand eine träumerisch entrückte Welt, deren Protagonisten und Gegenstände in einer eigentümlichen Ortlosigkeit ihre selbstbewusste Präsenz und beglückende Kostbarkeit entfalten. Damit unterschieden sich die Werke wesentlich von der in der Nachkriegszeit künstlerisch vorherrschenden Orientierung an der konstruktivistischen Bauhaustradition und der vor allem von der Pariser Kunstszene vertretenen internationalen Abstraktion.
Die Arbeiten von Volkmar Gross zeigen eine faszinierende, in der künstlerischen Phantasie erdichtete Welt, die auch gegenwärtig nichts von ihrer Frische und Faszination einbüßen.

Der Eintritt ist frei

Begrüßung: Michaela Kilper-Beer, 1. Vorsitzende KuBa e. V.
Grußwort: Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur
Grußwort: Dirk Rausch, Vorsitzender des Saarländischen Künstlerbundes
Einführung: Dr. Andreas Bayer, Künstlerischer Leiter

Dauer der Ausstellung: 7. September bis 25. November 2018
Öffnungszeiten: Di bis Fr 10–15 Uhr, Do und So
sowie an den Feiertagen am 3. Oktober und 1. November 15–18 Uhr, Mo. und Sa geschlossen

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung werden zu folgenden Terminen angeboten
:
Sonntag, 16. September, 15 Uhr
Sonntag, 21. Oktober, 15 Uhr
Sonntag, 25. November, 15 Uhr

Der Eintritt ist frei.